| FORSCHUNGSPROJEKT ZUR BIENENBESTÄUBUNG Im Jahre
2004 traf der FAPAS mit dem Instituto de Formación Profesional Específica Montearagón
de Huesca ein Abkommen zur Beteiligung zweier Stipendiaten an der Untersuchung zur
Bedeutung der Bienenbestäubung in den Lebensräumen des Braunbären in der Kantabrischen
Gebirgskette. Es folgt der Bericht der beiden an dieser Anfangsphase des Forschungsprojektes beteiligten Stipendiaten. |
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FORSCHUNGSPROJEKT ZUR
BIENENBESTÄUBUNG Nelisa
Corporale Millán April-Mai 2004 |
| EINFÜHRUNG Die Forschungsarbeit, mit der
wir beauftragt sind, besteht im quantitativen Erfassen der Fruchtproduktion der dazu
ausgesuchten Baumindividuen. Dazu sind in verschiedenen geografischen Zonen drei Parzellen
gewählt worden. Zwei davon sind der Wirkung der Bienenbestäubung (durch das Aufstellen
von Bienenstöcken) ausgesetzt, die dritte nicht. Aufgrund der ausgeführten Berechnungen
wird verglichen und werden Schlussfolgerungen abgeleitet werden. |
| ZIELE Mit Hilfe dieses Forschungsprojektes zur Bienenbestäubung von Wild- und Gartengehölzen soll festgestellt werden, ob deren Fruchtproduktion dadurch signifikant erhöht werden kann. Auf diese Weise würde die Nahrungsgrundlage vergrössert, auf die alle Lebewesen direkt oder indirekt in ihrem Lebensraum angewiesen sind, und insbesondere der kantabrische Braunbär, dessen Nahrungsspektrum eine grosse Zahl verschiedener Wildfrüchteeinschliesst. Darum besteht unsere Felduntersuchung aus dem Vergleich dreier Parzellen, auf zweien davon sind Bienenstöcke zur Bestäubung der Bäume dieser Zone aufgestellt, auf der dritten dagegen nicht. So können wir aufgrund der erhaltenen Felddaten feststellen, ob wir es hier mit einem der Faktoren innerhalb der Nahrungskette zu tun haben, die bei der Förderung der Erhaltung des Kantabrischen Braunbären ausfallen, der sich schon seit einiger Zeit im Rückgang befindet, denn einer der Faktoren, die negativ auf seine Erhaltung wirken, ist vermutlich der Nahrungsmangel. Hier muss die wichtige Rolle der Bienen bei ihrer kontinuierlichen Arbeit der Bestäubung gesehen werden sowie der dadurch bedingte Anstieg der Fruchtproduktion der Bäume, die sie aufsuchen. Es muss darum gehen, die Verwendung von Bienenstöcken im ländlichen Bereich zu fördern, um ökologische Schäden zu vermeiden, wie es im Falle anderer, bereits ausgestorbenen Arten geschehen ist, oder wie das Beispiel zahlreicher weiterer, vom Aussterben bedrohter Arten zeigt. |
| GEOGRAFISCHE LAGE Unsere Parzellen liegen alle im Landkreis von Proaza und befinden sich im Süden des Zentralbereichs des Principado de Asturias, mitten in der Kantabrischen Gebirgskette, und damit ist ihre Topographie ein der reliefreichsten der Region. Der Landkreis Proaza liegt in einem weiten Tal, das vom Trubiafluss bewässert wird. Es erstreckt sich über achtzig Quadratkilometer und seine neunhundertsechzig Bewohner leben auf dreizehn Dörfer verteilt. Der höchste Punkt ist Cruz de Fuego mit 1.340 Meter über dem Meeresspiegel. Proaza ist von den Landkreisen Santo Adriano und Grado im Norden, Quirós im Osten und im Süden, von Teverga im Süden und Westen und ebenfalls im Westen von Yermes und Temeza umgeben. |
LAGE Parzelle A |
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| Lage | Höhe | Neigung | Orientierung | Vegetation |
| 29T741311 4786059-N |
747m. | 40% | Suroeste | Weideland 20% Gebüsch 10% Baumbestand 70% |
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| Lage | Höhe | Neigung | Orientierung | Vegetation |
| 29T74075 4792645-N |
360m. | 30% | Suroeste | Weideland 80% Gebüsch 5% Baumbestand 15% |
Parzelle C |
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| Lage | Höhe | Neigung | Orientierung | Vegetation |
| 29T738050 4786274-N |
534m. | 35% | Oeste | Weideland 20% Gebüsch 35% Baumbestand 45% |
| TOPOGRAPHIE Asturias ist zweifellos das reliefreichste Gebiet der Iberischen Halbinsel. Die grossen Höhenunterschiede in Verbindung mit den unterschiedlichen Eigenschaften des felsigen Untergrundes sowie die besonderen klimatischen Bedingungen haben eine grosse Vielfalt von Landschaftstypen geschaffen, deren gemeinsames Merkmal ihre besondere Schönheit ist. Das Klima ist ein entscheidender Faktor bei der Gestaltung des Reliefs, da hierdurch die Bedingungen und geomorfologischen Kräfte verursacht werden, die die Erdoberfläche formen (Flüsse, Gletscher, Wind usw.) sowie die Intensität ihres Wirkens, und damit üben sie einen entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung der Böden aus, auf denen sich die Pflanzendecke entwickelt. Beide Elemente, Morphologie und Vegetation bilden zusammen mit dem menschlichen Einfluss die unterschiedlichen Landschaftstypen heraus. Wir wenden uns jetzt den Parzellen zu, die alle zur zentralen Unterregion gehören, deren herausragendstes Merkmal die grosse natürliche Vielfalt des felsigen Untergrundes und damit des Edaphons ist. Die Morphologie der Flusstäler wird in grossem Masse durch die Felsformationen bestimmt, die sie durchqueren. Häufig sind Engpässe sowohl in Kalk- als auch in Quarzgestein, ebenso die mit ihren aluvialen Ebenen in die Unterläufe der Flüsse eingefügten Mäander, ausserdem die zahlreichen Abstürze der instabilen Ufer. Die Struktur der Region Teverga-Proaza, wo sich die Parzellen befinden, ist durch ihre Lage zwischen der Auffaltung ältester geologischer Erdschichten von Caranga und der Auffaltung jüngster geologischer Erdschichten von Teverga gekennzeichnet, die eine Reihe von Auffaltungen und Umschichtungen ältester geologischer Erdschichten über die jüngsten Schichten sind, die miteinander in Verbindung stehen. Diese Auffaltung ältester Schichten mit Zentrum im Quarzgestein von Barrios wird durch mehrere Umschichtungen unterbrochen, die zum Schichtsystem von La Sobia gehören; im Wesentlichen wird es von der Auffaltung von Peña Collada im Westen und der komplexen Auffaltung vom Alto de Llaneces im Osten gebildet. Es bestehen ausserdem mehrere Verwerfungen, die zumeist kurz sind und fast senkrecht verlaufen. Die Parzellen A und B gehören vollständig zur Formation Barrios, die aus sandigem Material mit Schiefer und Limonit besteht, während die Parzelle C in Santa María zur Formation Furada gehört und sich in einer an der Oberfläche anstehenden Sedimentplatte marinen Ursprungs mit eisenhaltigen Sanden, Ludit und mit organischem Material vermengtem Limonit befindet. DIE BÖDEN Der Boden ist kein starrer und stabiler Untergrund, er verändert sich vielmehr unter der klimatischen und Einwirkung der Lebewesen auf das Muttergestein und nimmt eine bestimmte Stellung in der Landschaft ein. Seine Form hängt davon ab, wie lange diese Faktoren gewirkt haben. Die Entwicklung eines Bodentyps in einem Gebiet hängt von verschiedenen Faktoren ab, die die Niederschläge und die Entwicklung des Edaphons beeinflussen: Muttergestein, Topographie, Klima und biologische Aktivität: Diese benötigen unterschiedliche Zeiträume, um zur Wirkung zu kommen und physikalische, chemische und biologische Veränderungen der Substanzen zu bewirken. Asturien ist durch eine grosse Bandbreite von Faktoren gekennzeichnet, die die Bildung und Ausdifferenzierung von Böden beeinflussen und sowohl hinsichtlich des Klimas, des geologischen Materials, der geomorfologischen Verhältnisse als auch der Vegetation finden wir grosse Unterschiede in verschiedenen Zonen der Region. GESTALTENDE FAKTOREN Geologisches Substrat: Der wichtigste Faktor bei der Bildung der verschiedenen Bodentypen. Durch ihre geografische Lage gehören unsere Parzellen zur zentralasturianischen Zone im Süden Oviedos, die vorherrschenden Gesteine sind Schiefer, Sande, Tone und vereinzelte Kalkschichten. Es dominieren Ranker und Kambisol als Bodentypen. Topographie: Das Relief ist ein wichtiger Faktor bei der Bildung des Edaphons, vor Allem wegen des Einflusses auf den Wasserhaushalt. Vegetation: Sie übt in mehrerer Hinsicht grossen Einfluss auf die Bildung des Edaphons aus (beeinflusst die Niederschläge und reichert den Boden mit organischer Substanz an). Organische Substanz: Sie besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten (Zersetzungsprodukte abgestorbener pflanzlicher Substanz, lebende Bodenorganismen, unzersetzbare organische Substanz). Menschliche Aktivität: Hierdurch kann die natürliche Entwicklung der Böden beeinflusst werden, sei es direkt durch Nutzung zum Pflanzenanbau oder Entwaldung; oder aber durch indirekte, langsame und progressive Aktivität, wie sie beim Modifizieren der Vegetation bewirkt wird, indem die klimatypische Vegetation ersetzt wird, die sich im Gleichgewicht mit den Klimabedingungen der Zone befindet. Der Faktor Zeit: Die Böden befinden sich normalerweise in einem Prozess, der zu einem stabilen Zustand führt, solange sich die Umweltbedingungen nicht ändern. KLIMATOLOGIE Die Lage im Bereich des 43. Breitengrades bewirkt das Zusammentreffen zweier Luftmassen
verschiedener Herkunft, die Eine polaren und die Andere subtropischen Ursprungs, sehr
unterschiedlich in thermodynamischer Hinsicht und die sich in ihrer Kontaktzone selten
mischen, sondern einander unter Bildung grosser Turbulenzen gegenseitig durchdringen.
Dieser aktive Kontaktbereich wird als polare Front bezeichnet und seine Wellenbewegungen
als Ergebnis komplizierter dynamischer Prozesse bilden am Ende zumeist
Niederschlagsgebiete, welche sich von Westen nach Osten bewegen. Im Sommer herrschen Winde
aus Westen und Nordwesten vor, die reichliche Niederschläge bringen. Es herrscht das
subtropische maritima Klima mit dauerhaften Hochdruckgebieten und trockenen Winden aus
Nordosten vor. Nebel, Tau und Rauhreif: Diese Klimaerscheinungen sind in diesem Verwaltungsbezirk häufig, insbesondere der Tau, der in mehr als der Hälfte aller Tage des Jahres zu beobachten ist. Im Allgemeinen liefern sie mässige Wassermengen und üben im Falle des Nebels einen direkten Einfluss auf die Evapotranspiration aus. Der Rauhreif tritt im Mittel an 9,6 Tagen des Jahres auf und ist besonders häufig im Winter, während er von Mai bis Oktober ausbleibt. Temperaturen: Kennzeichnend für diese Zone sind die mässigen Temperaturen und ihre
geringen Schwankungen, das Jahresmittel liegt zwischen 16,5ª und 8,5ºC mit einem
Mittelwert von 12,5ºC. Generell handelt es sich eher um ein kühles Klima. Des nachts ändert sich zumeist das Geschehen im Vergleich zu tagsüber. Im Frühjahr herrscht der Nordwestwind vor, im Sommer wehen vorwiegend Ost- oder Nordostwinde und im Herbst und Winter kommen die trockenen und warmen Luftströme hauptsächlich aus dem Landesinneren im Süden.
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| MATERIAL UND METHODEN Zur Durchführung dieses Projektes sind wir wie folgt vorgegangen: 1. Wahl zweier Parzellen, A und B mit Bienenstöcken und einer dritten, C ohne nahegelegene Bienenstöcke mit Kirsch-, Naselnuss- und Eichbäumen, und alle drei mit möglichst ähnlichen Eigenschaften. 2. Wir ermittelten Oberfläche, Neigung, Orientierung und kartographische Lage der Parzellen mittels GPS. 3. Wahl der Untersuchungsbäume, Feststellen der Spezies, des mittleren Stammdurchmessers, Höhe, Kronenumfang, Vegetatonsphase, und danach ihre Markierung im Gelände mit numerierten Plastikstreifen (um das Auffinden zu erleichtern). 4. Danach begann die Auszählung von Blüten eines repräsentativen und erreichbaren Astes, und im Anschluss daran stellten wir fest, wieviel Äste der betreffende Baum insgesamt hatte, um so eine Abschätzung der mittleren Fruchtproduktion durch Extrapolation auf die Gesamtheit des Baumes unter Berücksichtigung einer prozentualen Fehlerquote zu ermöglichen. 5. Wir zählten die Früchte auf den zuvor ausgewählten Ästen aus und verglichen die
Produktion mit und ohne Bienen. Ausserdem notierten wir täglich Felddaten hinsichtlich
des Wettergeschehens und des Verhaltens der Bienen. Es bleibt die Untersuchung der übrigen Arten, Eiche und Haselnuss, deren Fruchtreife im Herbst erfolgt und die ebenfalls zur Nahrung des kantabrischen Braunbären gehören.
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| APIS MELLÍFERA Die Bestäubung ist ein wesentlicher Bestandteil der Ökosysteme, die sich zu einem grossen Teil auf die Symbiose zwischen beiden Arten gründet, d.h. Bestäuber und Bestäubter. Der Rückgang und/oder Ausfall des Einen oder Anderen hat Auswirkungen auf das Überleben von Beiden. Es gibt mehr als 25.000
verschiedene Bienenarten mit enormen Unterschieden hinsichtlich der Grösse und der
Pflanzen, die sie bestäuben. Die Bienen stellen die wichtigste Gruppe unter den
Bestäubern dar. Die jungen Sammlerinnen bilden bei ihrer Suche nach geeigneten Sammelstellen eine mobile Population, die von Blüte zu Blüte fliegt und unfreiwillig den Pollen für die Fremdbefruchtung transportiert. Es ist bekannt, dass die Bienen die Sonne als Kompass nutzen, die ihnen die Tageszeit anzeigt, dies ist möglich, weil die Bienen polarisiertes Licht sehen können und ausserdem auf ultraviolettes Licht reagieren, so dass sie sich selbst an bewölkten Tagen orientieren können. Sie entscheidet sich dann für eine Sammelstelle, wenn es ihr gelingt, ihren Nektarmagen in weniger als einer halben Stunde mit 40 mg Nektar zu füllen, dann wird sie wieder und wieder an den gleichen Ast oder Baum zurückkehren, sofern ihr die Eigenschaften der Pflanzenart dies erlauben. So bildet die Gesamtheit der Sammlerinnen eine standorttreue Population in der Gegend, die sie gewählt hat, und sehr ineffektiv für die Fremdbefruchtung ist, je kleiner dieser Sektor ist. Daher muss dies bei dem Aufstellen von Bienenstöcken berücksichtigt werden und ein guter Standort hinsichtlich verschiedener Pflanzenarten und Blühtermine ausgewählt werden. Um an den Ort zu gelangen, den die Sammlerinnen ausgewählt haben, folgen die Bienen Luftkorridoren von 2 bis 4 Meter Breite und 5 bis 10 Metern Höhe, hier können sie aggressives Verhalten zeigen; ausserdem ist bekannt, dass die Sammlerinnen grosse Entfernungen bis zu 3 Km zurücklegen können, allerdings beschränken sie sich nach Möglichkeit auf weniger als 1 Km, wodurch sie Kräfte sparen. Bei ihren Flügen überqueren die Bienen weder grosse Bergmassive noch grosse
Wasserflächen. Die durchschnittliche Fluggeschwindigkeit einer Sammlerin liegt bei 20
Km/h. Die Bienen gewährleisten die Befruchtung von 50-60% der Pflanzenarten und sind
unerlässlich für nicht selbstbestäubbare Arten, die sich nicht selbst befruchten
können, weil ihr Pollen und ihr Stempel einander nicht erkennen (Lit. : Apicultura
conocimiento de la abeja, manejo de la colmena, von Pierre Jeor-Prost, ed. Mundi-prensa.) Die Weibchen von Varroa jacobsoni legen ihre Eier in den Brutwaben der Bienen ab und je
nach Grad des Befalls stirbt die Bienenlarve oder schlüpft mit schweren Missbildungen,
wodurch ein Bienenvolk in ein bis zwei Jahren absterben kann. |
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| EIGENSCHAFTEN DER AUSGEWÄHLTEN ARTEN | |
| Prunus avium Familie: Rosaceae Üblicher Name: Wildkirsche Ursprung: Bodenständige Art in fast ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika. Etymologie: Prunus, lat. Name der Wildpflaume. Avium, lat. der Vögel, beschreibt den Verzehr seiner Früchte durch die Vögel. |
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| Beschreibung: Sommergrüner Baum, bis zu 25 m hoch, mit glatter, geringelter und rotbrauner Rinde, die sich in breiten Querbändern ablöst. Einfache, eiförmig-längliche, zugespitzte Blätter, 7,5-12,5 cm lang und 3,5-5 cm breit, am Ende von Kurztrieben. Rand unregelmässig gesägt. Oberseite kahl, Unterseite mehr oder weniger flaumhaarig. Blattstiel 4-5 cm lang, mit 2-3 rötlichen Drüsen im Bereich des Randes. Beim Blattfall färben sie sich sehr schön rötlich-orangefarben. Weisse Blüten mit einem Durchmesser von 2-3 cm, die vor oder zugleich mit den Blättern erscheinen. Sie erscheinen in kleinen doldenförmigen, achselständigen Bündeln von 2-6 cm Länge mit langen Blütenstielen. Früchte rundlich, fleischig, an der Spitze eingedellt, Durchmesser 1 cm oder etwas grösser bei Kulturarten. Schwarzrot, ohne Wachsschicht. Blütezeit im Frühjahr, ab Ende März. Die Früchte reifen ab Mai bis Juli. Einzelstandorte, in sommergrünen Wäldern und an Steilhängen. Klimatische Aspekte: Frosthärte: Mittel Sensibelste Phase: Beginnende Fruchtreife Kritische Frosttemperatur: -1,5ºC Minimale Wachstumstemperatur: 7ºC Optimaler Temperaturbereich für Wachstum: 18-24ºC Maximale Wachstumstemperatur: 36ºC Stundenbedarf-kalt: 700-1.300 Stunden Fotoperiode: Neutral Höhe: 400 bis 700m. Bodenverhältnisse: Tiefgründigkeit : 60-100 cm Textur: Mittel-fein Bodenfeuchte: Mittel pH: 5,5-6,5 Anbau und Verwendung: Sein Holz ist schwer, hart, sehr begehrt in Drechslerei, Kunst- und Möbeltischlerei, Instrumentenbau und Beschlägen. Als Obstbaum und bisweilen als Zierbaum angepflanzt. Wir schliessen Prunus mahaleb in diese Beschreibung mit ein. |
| Corylus avellana Familia: Betulaceae Üblicher Name: Haselnuss Ursprung: Bodenständige Art in fast ganz Europa, bis Kleinasien und Kaukasus. Ethymologie: Corylus, griechischer Name für Haselnusstrauch. Avellana, von avellanus, -a, -um, Avella Vecchia inder Nähe von Neapel (Italien). |
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Beschreibung: Kleiner Baum, nicht höher als 10 m, oft in Form eines 3-6 m hohen Busches. Rinde grau-braun oder rötlich-grau, glatt oder an der Basis leicht und mit den Jahren zunehmend rissig. Blätter rundlich oder breit eiförmig, mit aufgesetzter Spitze, an der Basis herzförmig. 5-10 cm lang und 4-9 cm breit. Blattrand doppelt gesägt, zuweilen etwas gelappt. Blattspreite kahl, dunkelgrün und Blattnerven an der Unterseite behaart. Blüten in früh erscheinenden Kätzchen. Die männlichen hängend, 5 cm lang, gelblich, im vorhergehenden Herbst erscheinend. Die weiblichen kleiner, eiförmig, braun, Blattknospen ähnelnd. Haselnüsse in einer Hülle von zwei grünlichen Beiblättern, die die Frucht kaum überragen. Haselnüsse mit 1,5-2 cm Durchmesser, in Gruppen von 1-5 angeordnet. Die Hasel bildet für gewöhnlich erst im Alter von acht Jahren Früchte. Blüte vom Winterende bis Frühjahrsmitte, die Früchte reifen im Herbst. Ansprüche an Boden und Klima: Eine Art der gemässigten Breiten, obwohl ihr Verbreitungsgebiet bedeutend ist (von Nordasien über Russland, Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien). Sie bevorzugt freie, aber nicht windige Standorte, da der Wind die Befruchtung behindert. Eine erhöhte Temperatur und eine gewisse Feuchtigkeit fördern die Fruchtbildung und die Entwicklung der Haselnüsse ausserordentlich. Die Hasel ist wenig anspruchsvoll, benötigt aber einen tiefgründigen, frischen und lockeren Boden auf Silikat- oder Kalk-Tonbasis oder Kalk-Silikat-Tonbasis und durchlässigem Untergrund. Sie gedeiht weder auf extrem sandigen noch auf tonigen Böden, wo die Staunässe ihre Entwicklung hemmen kann. Anbau und Verwendung: Vermehrung durch Samen. Halbschattengewächs. Das Holz ist weiss-rötlich und leicht, Verwendung zur Herstellung von Griffen, Sieben, Modellflugzeugen, Kohle für Schiesspulver, usw. Die Früchte sind sehr begehrt und nahrhaft. |
Quercus pyrenaica Familia: Fagaceae Üblicher Name: Pyrenäeneiche |
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| Beschreibung: Bis zu 20 m hoher Baum. Krone unregelmässig, stark verzweigt. Rinde graubraun, sehr rissig. Blätter einfach, wechselständig, welken im Herbst an der Pflanze und fallen erst im Frühjahr bei der Bildung der neuen Blätter ab, behaart, graugrün, tief gelappt. Männliche Blüten in hängenden Kätzchen und weibliche einzeln oder in Gruppen bie zu 3. Früchte oder Eicheln mit zu einer Haube verschmolzenen und die Basis bedeckenden Beiblättern. Blüte zwischen April und Juni, die Eicheln reifen im Oktober oder November desselben Jahres. In hochgelegenen Gegenden vergesellschaftet mit Q. faginea und P. sylvestris; im Tiefland mit P. pinaster. Aspekte des Klimas und der Bodenverhältnisse: Höhe: Gewöhnlich ab 400 bis 1.600 m, aber auch von N.N. bis 2.100 m vorkommend. Bevorzugt lockere und sandige Böden auf Silikatbasis. Standorte: Halbschattengewächs. Niederschläge: Benötigt im Mittel mehr als 600mm/Jahr und feuchte Umgebung. Temperatur: im Januar zwischen -5 und 7ºC; im August zwischen 12 und 22ºC. Höhe: 300-1.500 m. Anbau und Verwendung: Zur Gewinnung von Holzkohle und Brennholz. Ihre mehr oder weniger lichten und unregelmässig strukturierten Wälder sind zum Camping geeignet. Wichtig für den Bodenschutz und den Wasserkreislauf. |
| VEGETATION Auf der Parzelle A finden wir die Haselnussgebüschformationen, welche praktisch auf dem gesamten Gelände vorherrschen. Es handelt sich um silikatgebundene Pflanzengesellschaften. Die Formationen mit Hasel als dominierender Art werden als Haselgebüschgesellschaften bezeichnet, hierzu gehören ausserdem die Eberesche, Sorbus aucuparia, Die Esche Fraxinus excelsior, die Wildkirsche Prunus avium und häufig Bäume der reifen Wälder wie beispielsweise die Pyrenäeneiche, Quercus pyrenaica. Hierbei kann es sich sowohl um stabile, den boden-, klimatischen- oder topographischen Bedingungen entsprechende Gesellschaften handeln als auch Sukzessionsstadien der auf dem Gelände vorhandenen Vegetation. Letztere werden zumeist durch das Fällen schlagreifer Wälder wie der Buchen-, Eichen- sowie hygrophiler Eschen- und Ahornwälder hervorgerufen. Sie gehören zur Pflanzengesellschaft des Illici-Fagion. Die Formationen der Hasel stellen Degradationssadien der meso-umbrophilen Ausbildungen eutropher Wälder dar. Ebenfalls vorhanden sind Dornstrauchgesellschaften, bestehend aus Crataegus monogyna, Wildrosen Rosa spp., Schlehen Prunus spinosa und diversen Brombeerarten Rubus spp. Ferner sei darauf hingewiesen, dass die Parzelle sich in einem anthropogenern Viehweidegebiet befindet. Die Parzelle B besteht hauptsächlich aus Pflanzungen, die grössere Bereiche des Geländes bedecken und aus üppigen Monokulturen bestehen, wie sie üblicherweise auf hochwertigen und gut bearbeiteten Böden zu finden sind, deren Güte derjenigen der bodenständigen Pyrenäen- und Stieleichenwälder entspricht. Diese Pflanzungen befinden sich auf kommunalen Mähwiesen, die in der Berg- und Gebirgsregion zum Gemeindebesitz gehören, mit tiefgründigen und selbst in der trockenen Jahreszeit noch etwas Feuchtigkeit speichernden Böden. Diese sind häufig in wenig reliefreichem Gelände, an Hügeln auf halber Hanghöhe und in Talauen. Sie zählen zur Pflanzengesellschaft des Arrhenatherion und bilden sich als Sukzessionsstadien auf den Böden der Mehrzahl der bodenständigen Wälder, sofern deren Böden nach ihrer Rodung erhalten geblieben sind. Es handelt sich um Obstplantagen in erster Linie von Malus sp. und Pyrus sp., und ausserdem von den Hauptakteuren dieser Untersuchung, der Wildkirsche Prunus avium und der veredelten Kirsche oder Sauerkirsche Prunus mahaleb. Daneben finden wir vereinzelte Exemplare von Esche, Fraxinus excelsior, Steineiche, Quercus ilex, Pyrenäeneiche, Quercus pyrenaica, die zudem dabei ist, sich wieder auszubreiten, wie die zahlreichen Jungpflanzen zeigen; Kastanie, Castanea sativa, Hasel, Corylus avellana, und die Feige Ficus carica. Ausserdem bestehen hier Dornstrauchgesellschaften wie Crataegus monogyna, Rubus spp., Rosa spp., Prunus spinosa. Die Parzelle C schliesslich ist im Wesentlichen eine Monokultur von Prunus avium und p. mahaleb, umgeben von Viehweiden, obwohl sich in der Nachbarschaft zahlreiche Arten in optimalem Gesundheits- und Wachstumszustand befinden wie Fraxinus excelsiur, Acer pseudoplatanus, Tilia cordata, Castanea sativa, Crataegus monogyna, Quercus ilex, Prunus spinosa, Corylus avellana, Rubus ulmifolius, Rhammus alaternus, Castanea sativa. |
Tabelle 1
| PARZELLE | DATUM | ART | BAUM NR | STAMMDURCHMESSER | HÖHE | KRONENUMFANG | VEGETATIONSPHASE |
| A | 04/05/2004 |
P. avium | 1 |
90 |
11 |
4,5 |
In Blüte |
| A | 04/05/2004 |
P. avium | 2 |
100 |
12 |
5,9 |
In Blüte |
| A | 04/05/2004 |
P. avium | 3 |
190 |
9 |
4,5 |
In Blüte |
| C | 04/05/2004 |
P. mahaleb | 1 |
30 |
6 |
3,5 |
In Blüte |
| C | 04/05/2004 |
P. mahaleb | 2 |
18 |
3 |
6,4 |
In Blüte |
| C | 05/05/2004 |
Q. pyrenaica | 3 |
250 |
13 |
10 |
Mit Blättern |
| C | 05/05/2004 |
C avellana | 4 |
strauchförmig | 3 |
4,5 |
Mit Blättern |
| B | 21/04/2004 |
P. mahaleb | 8 |
18 |
4,5 |
2 |
In Blüte |
| B | 21/04/2004 |
P. mahaleb | 4 |
19 |
2,5 |
2,47 |
In Blüte |
| B | 21/04/2004 |
P. mahaleb | 2 |
30 |
5,5 |
3,15 |
In Blüte |
| B | 21/04/2004 |
P. mahaleb | 3 |
31 |
4,5 |
1,9 |
In Blüte |
| B | 21/04/2004 |
P. mahaleb | 1 |
34 |
6 |
3,6 |
In Blüte |
| B | 21/04/2004 |
P. mahaleb | 7 |
43 |
5,5 |
1,5 |
In Blüte |
| B | 21/04/2004 |
P. avium | 5 |
32 |
2 |
4,05 |
In Blüte |
| B | 21/04/2004 |
P. avium | 6 |
60 |
11,5 |
5,85 |
In Blüte |
| B | 21/04/2004 |
C avellana | 9 |
strauchförmig | 5,5 |
3,75 |
Mit Blättern |
| B | 21/04/2004 |
Q. pyrenaica | 10 |
250 |
14 |
10 |
Knospenstadium |
In cm |
In metern |
In metern |
Tabla 2
BAUM NR |
PARZELLE |
BLÜTENZAHL/ REPRÄSENT.ZWEIG | ANZAHL DER ZWEIGE |
PRODUZIERTE FRÜCHTE | BEMERKUNGEN |
1 |
C |
707 |
10 |
228 |
Ast des Baumes gegabelt |
2 |
C |
680 |
5 |
schlechtester Zustand |
|
5 |
B |
370 |
12 |
SIN FRUTO |
|
1 |
B |
260 |
11 |
Ast des Baumes gegabelt |
|
1 |
A |
1326 |
20 |
1312 |
|
2 |
A |
600 |
44 |

| SCHLUSSFOLGERUNGEN Das Ergebnis der Felduntersuchung während dieser Monate zum Einfluss der Bienen auf die Befruchtung bestimmter Baumarten - in unserem Fall hat sich die Arbeit infolge der Jahreszeit unserer Tätigkeit auf die Kirsche, Prunus avium konzentriert - ermöglicht es uns, einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Fruchtproduktion und der Aktivität der benachbarten Bienen nachzuweisen, die in signifikanter Weise die Bestäubung fördert und damit die Fruchtproduktion erhöht. Einige Faktoren haben Daten der Untersuchung beeinflusst, daher halten wir es für wichtig, sie zu erwähnen; während dieses Frühjahres war das Klima nicht sehr günstig, späte Schneefälle, Hagel, extreme Temperaturwechsel..., all das wirkt sich sowohl auf die Bäume als auch auf die Tätigkeit der Bienen aus und kann den einen oder anderen Messwert beeinflussen, dennoch sind die Ergebnisse an sich ziemlich eindeutig. Ebensowenig dürfen wir ausser acht lassen, dass manche Arten nicht in jedem Jahr fruchttragend sind, und das ist nur durch mehrjährigen Vergleich erfassbar. Die erhaltenen Daten zeigen, dass bei Anwesenheit eines Bestäubers unter ansonsten vergleichbaren Bedingungen hinsichtlich Topographie, Pflanzenarten, Höhe.... ein Kirschbaum seine Produktion um 31,36% erhöhen kann (Berechnungen aus Tabelle 2, Seite 20). Ein wichtiger Zusammenhang besteht zwischen der Bestäubung einerseits und der Qualität der Lebensräume sowie dem Überleben mancher Arten andererseits, in unserem Falle des Kantabrischen Braunbären, dessen Nahrung zu einem bedeutenden Teil von bestimmten Bäumen geliefert wird. Angesichts anderer Faktoren, die den idealen Lebensraum des Kantabrischen Braunbären verändern und zerstückeln, wie der Bau von Waldwegen, Lärm und der Folgen von Wilderei, Verwendung von Gift zum Töten anderer Tierarten...erscheint es uns wichtig, andere Aspekte zu fördern, die besagter Tierart das Überleben in den schon allein durch die menschliche Tätigkeit veränderten Ökosystemen ermöglichen, und eine Möglichkeit könnte in der Nutzung dieser ausgezeichneten Bestäuberinnen bestehen, wie es die Bienen sind und deren Rolle in der Natur wir als unverzichtbar betrachten können, um die Ernährung der Bären zu fördern, insbesondere wenn wir bedenken, dass diese nach dem Verlassen der Winterhöhlen besonders geschwächt sind. Daher glauben wir, dass es sinnvoll wäre, die Wildbienen zu fördern und zu überwachen und dass Bienenstöcke von Seiten der Bewohner in der Nachbarschaft des Lebensraumes vom Kantabrischen Bären aufgestellt würden. |
| UNTERSTÜTZUNGEN Unseren Dank an die Guardería Rural und insbesondere an den Aufseher der Zone, für die Suche und die Markierung der Parzellen auf der Karte auf der Basis des GPS-Systems, sowie für seine Bereitschaft zum Lösen aller möglicher Fragen von unserer Seite. Unseren Dank an das Telecentro von Santo Adriano für seine grosse Hilfe bei der Suche nach Daten und ganz besonders an Elena Fernández, die uns alle erforderlichen Medien zur Veröffentlichung des Projektes zur Verfügung stellte. Forschungsprojekt durchgeführt von: Nelisa Isasbel Caporale Millán und Eduardo Abbad Ferrer. Aktualisiert bis zu folgendem Datum: 14.06.2004.
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| LITERATUR Titel: : Apicultura conocimiento de la abeja, manejo de la colmena Autor: Piere Jeor - Prost Verlag: Mundi - Prensa, 1981
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