FORSCHUNGSPROJEKT ZUR BIENENBESTÄUBUNG

Im Jahre 2004 traf der FAPAS mit dem Instituto de Formación Profesional Específica Montearagón de Huesca ein Abkommen zur Beteiligung zweier Stipendiaten an der Untersuchung zur Bedeutung der Bienenbestäubung in den Lebensräumen des Braunbären in der Kantabrischen Gebirgskette.
Im Rahmen dieses Abkommens trafen zwei Stipendiaten aus diesem Berufsausbildungszentrum in Asturien ein, um während April und Mai ein Projekt zur Erforschung der Bienenbestäubung zu starten.
Der Zeitrahmen zur Durchführung dieses Projektes ist zweifellos sehr knapp, deshalb stellt die geleistete Arbeit eine erste Phase dar, die in darauffolgenden Jahren durch weitere Forschungsstipendiaten fortgesetzt werden muss.
Trotz der kurzen Zeitspanne sind bereits einige Aspekte erkennbar geworden, die im Rahmen der Erhaltung des Braunbären sehr bedeutsam sind, wie beispielsweise die Erkenntnis, dass sehr wichtige Arten wie die Kirschen auf den Parzellen, wo die Bestäubungsstationen aufgestellt sind, grosse Mengen an Früchten erzeugt haben.

Es folgt der Bericht der beiden an dieser Anfangsphase des Forschungsprojektes beteiligten Stipendiaten.


  
Nelisa y Edu
Nelisa Corporale Millán
Eduardo Abbad Ferrer

 

FORSCHUNGSPROJEKT ZUR BIENENBESTÄUBUNG

Nelisa Corporale Millán
Eduardo Abbad Ferrer

April-Mai 2004

 
EINFÜHRUNG

Die Forschungsarbeit, mit der wir beauftragt sind, besteht im quantitativen Erfassen der Fruchtproduktion der dazu ausgesuchten Baumindividuen. Dazu sind in verschiedenen geografischen Zonen drei Parzellen gewählt worden. Zwei davon sind der Wirkung der Bienenbestäubung (durch das Aufstellen von Bienenstöcken) ausgesetzt, die dritte nicht. Aufgrund der ausgeführten Berechnungen wird verglichen und werden Schlussfolgerungen abgeleitet werden.
Vermutlich fragt Ihr Euch jetzt: Was haben die Bienen mit all dem zu tun? Nun, ganz einfach: Diese Stiftung befasst sich unter Anderem mit der Erhaltung des Braunbären in der Kantabrischen Gebirgskette. Diese grossen Säugetiere sind Allesfresser und ein Teil ihrer Nahrung besteht aus Wildfrüchten, wie denen der Kastanien, Eichen, Kirschen, Blaubeeren, Buchen...und vielen mehr, die praktisch das ganze Jahr über verfügbar sind, neben dem schmackhaften Honig, denen ihnen besagte Bienen liefern, und der eine Delikatesse für sie bedeutet.
Als Folge nachlässiger Handhabung der Imkerei sind aus Asien Bienen ohne jegliche Kontrolle eingeführt worden, und mit ihnen die berüchtigte Varroasis, deren Ausbreitung zur Ausrottung quasi sämtlicher sowohl Wild- als auch Hausbienen der Halbinsel führte, die nicht rechtzeitig geimpft wurden.
Alle Ökosysteme funktionieren mittels Nahrungsketten, infolge des drastischen Rückgangs der Bienenzahl, die zudem die wirkungsvollsten und besten Blütenbestäuber sind, wurde ein Rückgang der Fruchtproduktion beobachtet, und zwar sowohl bei Wildgehölzen als auch bei Obstbäumen, von denen sich der kantabrische Bär ernährte, wodurch ihm dieser reichliche Genuss nicht mehr geboten wurde.
Obendrein fällt dies mit einer Jahreszeit zusammen, (Winterende, Frühjahrsbeginn), wo der Bär infolge des soeben beendeten Winterschlafes besonders geschwächt ist und deshalb auf ein gutes Nahrungsangebot dringend angewiesen ist; wenn wir dabei noch zusätzlich berücksichtigen, dass ebenfalls zu diesem Zeitpunkt die Bärenjungen hervorkommen, können wir sagen, dass es sich um eine kritische Zeit für diese Tierart handelt.
Darum hat diese Studie zum Ziel, die zweifellos wesentliche Bedeutung der Bienen bei der Bestäubung nachzuweisen, um die notwendige Menge an Früchten für die Ernährung des Bären zu erzeugen.

  
ZIELE
Mit Hilfe dieses Forschungsprojektes zur Bienenbestäubung von Wild- und Gartengehölzen soll festgestellt werden, ob deren Fruchtproduktion dadurch signifikant erhöht werden kann.
Auf diese Weise würde die Nahrungsgrundlage vergrössert, auf die alle Lebewesen direkt oder indirekt in ihrem Lebensraum angewiesen sind, und insbesondere der kantabrische Braunbär, dessen Nahrungsspektrum eine grosse Zahl verschiedener Wildfrüchteeinschliesst.
Darum besteht unsere Felduntersuchung aus dem Vergleich dreier Parzellen, auf zweien davon sind Bienenstöcke zur Bestäubung der Bäume dieser Zone aufgestellt, auf der dritten dagegen nicht.
So können wir aufgrund der erhaltenen Felddaten feststellen, ob wir es hier mit einem der Faktoren innerhalb der Nahrungskette zu tun haben, die bei der Förderung der Erhaltung des Kantabrischen Braunbären ausfallen, der sich schon seit einiger Zeit im Rückgang befindet, denn einer der Faktoren, die negativ auf seine Erhaltung wirken, ist vermutlich der Nahrungsmangel. Hier muss die wichtige Rolle der Bienen bei ihrer kontinuierlichen Arbeit der Bestäubung gesehen werden sowie der dadurch bedingte Anstieg der Fruchtproduktion der Bäume, die sie aufsuchen.
Es muss darum gehen, die Verwendung von Bienenstöcken im ländlichen Bereich zu fördern, um ökologische Schäden zu vermeiden, wie es im Falle anderer, bereits ausgestorbenen Arten geschehen ist, oder wie das Beispiel zahlreicher weiterer, vom Aussterben bedrohter Arten zeigt.
 
  
GEOGRAFISCHE LAGE
Unsere Parzellen liegen alle im Landkreis von Proaza und befinden sich im Süden des Zentralbereichs des Principado de Asturias, mitten in der Kantabrischen Gebirgskette, und damit ist ihre Topographie ein der reliefreichsten der Region. Der Landkreis Proaza liegt in einem weiten Tal, das vom Trubiafluss bewässert wird. Es erstreckt sich über achtzig Quadratkilometer und seine neunhundertsechzig Bewohner leben auf dreizehn Dörfer verteilt. Der höchste Punkt ist Cruz de Fuego mit 1.340 Meter über dem Meeresspiegel.
Proaza ist von den Landkreisen Santo Adriano und Grado im Norden, Quirós im Osten und im Süden, von Teverga im Süden und Westen und ebenfalls im Westen von Yermes und Temeza umgeben.
 

LAGE

Parzelle A

Lage Höhe Neigung Orientierung Vegetation
29T741311
4786059-N
747m. 40% Suroeste Weideland 20%
Gebüsch  10%
Baumbestand  70%

 
Parzelle B

Lage Höhe Neigung Orientierung Vegetation
29T74075
4792645-N
360m. 30% Suroeste Weideland 80%
Gebüsch 5%
Baumbestand 15%

Parzelle C

Lage Höhe Neigung Orientierung Vegetation
29T738050
4786274-N
534m. 35% Oeste Weideland 20%
Gebüsch 35%
Baumbestand 45%
 
TOPOGRAPHIE

Asturias ist zweifellos das reliefreichste Gebiet der Iberischen Halbinsel. Die grossen Höhenunterschiede in Verbindung mit den unterschiedlichen Eigenschaften des felsigen Untergrundes sowie die besonderen klimatischen Bedingungen haben eine grosse Vielfalt von Landschaftstypen geschaffen, deren gemeinsames Merkmal ihre besondere Schönheit ist.
Das Klima ist ein entscheidender Faktor bei der Gestaltung des Reliefs, da hierdurch die Bedingungen und geomorfologischen Kräfte verursacht werden, die die Erdoberfläche formen (Flüsse, Gletscher, Wind usw.) sowie die Intensität ihres Wirkens, und damit üben sie einen entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung der Böden aus, auf denen sich die Pflanzendecke entwickelt. Beide Elemente, Morphologie und Vegetation bilden zusammen mit dem menschlichen Einfluss die unterschiedlichen Landschaftstypen heraus.
Wir wenden uns jetzt den Parzellen zu, die alle zur zentralen Unterregion gehören, deren herausragendstes Merkmal die grosse natürliche Vielfalt des felsigen Untergrundes und damit des Edaphons ist.
Die Morphologie der Flusstäler wird in grossem Masse durch die Felsformationen bestimmt, die sie durchqueren. Häufig sind Engpässe sowohl in Kalk- als auch in Quarzgestein, ebenso die mit ihren aluvialen Ebenen in die Unterläufe der Flüsse eingefügten Mäander, ausserdem die zahlreichen Abstürze der instabilen Ufer.
Die Struktur der Region Teverga-Proaza, wo sich die Parzellen befinden, ist durch ihre Lage zwischen der Auffaltung ältester geologischer Erdschichten von Caranga und der Auffaltung jüngster geologischer Erdschichten von Teverga gekennzeichnet, die eine Reihe von Auffaltungen und Umschichtungen ältester geologischer Erdschichten über die jüngsten Schichten sind, die miteinander in Verbindung stehen.
Diese Auffaltung ältester Schichten mit Zentrum im Quarzgestein von Barrios wird durch mehrere Umschichtungen unterbrochen, die zum Schichtsystem von La Sobia gehören; im Wesentlichen wird es von der Auffaltung von Peña Collada im Westen und der komplexen Auffaltung vom Alto de Llaneces im Osten gebildet. Es bestehen ausserdem mehrere Verwerfungen, die zumeist kurz sind und fast senkrecht verlaufen.
Die Parzellen A und B gehören vollständig zur Formation Barrios, die aus sandigem Material mit Schiefer und Limonit besteht, während die Parzelle C in Santa María zur Formation Furada gehört und sich in einer an der Oberfläche anstehenden Sedimentplatte marinen Ursprungs mit eisenhaltigen Sanden, Ludit und mit organischem Material vermengtem Limonit befindet.

DIE BÖDEN
Der Boden ist kein starrer und stabiler Untergrund, er verändert sich vielmehr unter der klimatischen und Einwirkung der Lebewesen auf das Muttergestein und nimmt eine bestimmte Stellung in der Landschaft ein. Seine Form hängt davon ab, wie lange diese Faktoren gewirkt haben.
Die Entwicklung eines Bodentyps in einem Gebiet hängt von verschiedenen Faktoren ab, die die Niederschläge und die Entwicklung des Edaphons beeinflussen: Muttergestein, Topographie, Klima und biologische Aktivität: Diese benötigen unterschiedliche Zeiträume, um zur Wirkung zu kommen und physikalische, chemische und biologische Veränderungen der Substanzen zu bewirken.
Asturien ist durch eine grosse Bandbreite von Faktoren gekennzeichnet, die die Bildung und Ausdifferenzierung von Böden beeinflussen und sowohl hinsichtlich des Klimas, des geologischen Materials, der geomorfologischen Verhältnisse als auch der Vegetation finden wir grosse Unterschiede in verschiedenen Zonen der Region.

GESTALTENDE FAKTOREN
Das Klima: Es beeinflusst die Bodenbildung insbesondere über das Gleichgewicht zwischen Niederschlägen und Evapotranspiration.
Geologisches Substrat: Der wichtigste Faktor bei der Bildung der verschiedenen Bodentypen. Durch ihre geografische Lage gehören unsere Parzellen zur zentralasturianischen Zone im Süden Oviedos, die vorherrschenden Gesteine sind Schiefer, Sande, Tone und vereinzelte Kalkschichten. Es dominieren Ranker und Kambisol als Bodentypen.
Topographie: Das Relief ist ein wichtiger Faktor bei der Bildung des Edaphons, vor Allem wegen des Einflusses auf den Wasserhaushalt.
Vegetation: Sie übt in mehrerer Hinsicht grossen Einfluss auf die Bildung des Edaphons aus (beeinflusst die Niederschläge und reichert den Boden mit organischer Substanz an).
Organische Substanz: Sie besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten (Zersetzungsprodukte abgestorbener pflanzlicher Substanz, lebende Bodenorganismen, unzersetzbare organische Substanz).
Menschliche Aktivität: Hierdurch kann die natürliche Entwicklung der Böden beeinflusst werden, sei es direkt durch Nutzung zum Pflanzenanbau oder Entwaldung; oder aber durch indirekte, langsame und progressive Aktivität, wie sie beim Modifizieren der Vegetation bewirkt wird, indem die klimatypische Vegetation ersetzt wird, die sich im Gleichgewicht mit den Klimabedingungen der Zone befindet.
Der Faktor Zeit: Die Böden befinden sich normalerweise in einem Prozess, der zu einem stabilen Zustand führt, solange sich die Umweltbedingungen nicht ändern.

KLIMATOLOGIE
Das Klima in Asturien ist Ergebnis des Zusammenspiels zweier Faktoren, die in unterschiedlichem Grade wirken: Die atmosphärischen Verhältnisse entsprechen den gemässigten Breiten, und der Einfluss des Kontaktes der atlantischen Front mit einer gebirgigen, hohen Landmasse in recht geringer Entfernung von der Küstenlinie. Das Klima kann ohne Weiteres der kühl-gemässigten ozeanischen Zone zugeordnet werden, mit Niederschlägen, Feuchtigkeit und Nebel, die zu einer poetischen Landschaft passen, die sie mit einer reichen Palette von Grüntönen verschönern, im Gegensatz zum südlich angrenzenden, warmgemässigten oder mediterranen Bereich. Generell ist der Bereich durch reichliche Niederschläge, starke und langanhaltende Bewölkung, geringe Sonnenscheindauer und das ganzjährige Fehlen starker Trockenzeiten gekennzeichnet.

Die Lage im Bereich des 43. Breitengrades bewirkt das Zusammentreffen zweier Luftmassen verschiedener Herkunft, die Eine polaren und die Andere subtropischen Ursprungs, sehr unterschiedlich in thermodynamischer Hinsicht und die sich in ihrer Kontaktzone selten mischen, sondern einander unter Bildung grosser Turbulenzen gegenseitig durchdringen. Dieser aktive Kontaktbereich wird als polare Front bezeichnet und seine Wellenbewegungen als Ergebnis komplizierter dynamischer Prozesse bilden am Ende zumeist Niederschlagsgebiete, welche sich von Westen nach Osten bewegen. Im Sommer herrschen Winde aus Westen und Nordwesten vor, die reichliche Niederschläge bringen. Es herrscht das subtropische maritima Klima mit dauerhaften Hochdruckgebieten und trockenen Winden aus Nordosten vor.

In geografischer Hinsicht befinden wir uns am südwestlichen Ende der ausgedehnten meso-tertiären Absenkung, die den Zentralbereich Asturiens bildet, umgeben von Mittelgebirgen. Der Kontakt der atlantischen Front mit diesen gebirgigen, die Senke begrenzenden Hindernissen erzeugt örtlich klimatische Besonderheiten, die als Barriere für die ankommenden atmosphärischen, oberflächen Schichten wirken (Hangeffekt) und zu einem gewissen Stagnieren der Wolkenmassen führen.

Niederschläge: Dieser Begriff umfasst im Prinzip sämtliches Wasser aus den Wolken unabhängig von seiner Form (Regen, Schnee, Hagel...). Fast sämtliche Niederschläge in dieser Region erfolgen in Form von Regen.

Nebel, Tau und Rauhreif: Diese Klimaerscheinungen sind in diesem Verwaltungsbezirk häufig, insbesondere der Tau, der in mehr als der Hälfte aller Tage des Jahres zu beobachten ist. Im Allgemeinen liefern sie mässige Wassermengen und üben im Falle des Nebels einen direkten Einfluss auf die Evapotranspiration aus. Der Rauhreif tritt im Mittel an 9,6 Tagen des Jahres auf und ist besonders häufig im Winter, während er von Mai bis Oktober ausbleibt.

Temperaturen: Kennzeichnend für diese Zone sind die mässigen Temperaturen und ihre geringen Schwankungen, das Jahresmittel liegt zwischen 16,5ª und 8,5ºC mit einem Mittelwert von 12,5ºC. Generell handelt es sich eher um ein kühles Klima.

Dampfdruck, relative Luftfeuchtigkeit und Verdunstung: Ersterer ist eher hoch, mit einem Maximum im August. Die Verdunstung bewegt sich praktisch parallel zum Dampfdruck, wenn auch in gemässigterer Form. Am stärksten tritt möglicherweise die relative Luftfeuchtigkeit hervor, sie ist ständig ziemlich hoch mit Maximalwerten im Herbst und Minimalwerten im Frühjahr.

Fröste: Diese Klimaerscheinung ist zweifellos bedeutsam und ihr Einfluss ist unübersehbar. Im Mittel friert es 20,7 Mal pro Jahr.

Winde: Durch ihre Küstenlage ist diese Zone sehr häufig rauhen Winden ausgesetzt; die stets mehrere Tage lang stark andauern und mit ergiebigen und langandauernden Regenfällen enden. Der Nordwind ist, wann immer er auftritt und selbst im Sommer heftig, kalt und verursacht furchterregende Stürme. Sein Bruder, der Nordwestwind ist kaum weniger schlimm. Die häufigste jährliche Windrichtung ist Nordost und erzeugt ein kühles Wetter ohne Niederschläge, gefolgt vom Nordwesten, der das schlechte Wetter bringt. Am seltensten weht der Wind aus dem Norden. Zweifellos die höchsten Geschwindigkeiten werden von Winden aus Nordwest erreicht, gefolgt von den Westwinden, und beim Südtwind bildet sich der Nebel. Die Spitzengeschwindigkeiten von Windböen liegen bei 190 Km/h. Ausser im Winter kommen die Niederschläge besonders tagsüber  aus Nordosten. Dies wird durch das Azorenhoch verursacht, welches ein mehr nördliches Auftreten der Schauertätigkeit bedingt. Während des ersten Jahresdrittel sind es Nordwestwinde, die die Niederschläge bringen.

Des nachts ändert sich zumeist das Geschehen im Vergleich zu tagsüber. Im Frühjahr herrscht der Nordwestwind vor, im Sommer wehen vorwiegend Ost- oder Nordostwinde und im Herbst und Winter kommen die trockenen und warmen Luftströme hauptsächlich aus dem Landesinneren im Süden.

  

MATERIAL UND METHODEN

Zur Durchführung dieses Projektes sind wir wie folgt vorgegangen:

1. Wahl zweier Parzellen, A und B mit Bienenstöcken und einer dritten, C ohne nahegelegene Bienenstöcke mit Kirsch-, Naselnuss- und Eichbäumen, und alle drei mit möglichst ähnlichen Eigenschaften.

2. Wir ermittelten Oberfläche, Neigung, Orientierung und kartographische Lage der Parzellen mittels GPS.

3. Wahl der Untersuchungsbäume, Feststellen der Spezies, des mittleren Stammdurchmessers, Höhe, Kronenumfang, Vegetatonsphase, und danach ihre Markierung im Gelände mit numerierten Plastikstreifen (um das Auffinden zu erleichtern).

4. Danach begann die Auszählung von Blüten eines repräsentativen und erreichbaren Astes, und im Anschluss daran stellten wir fest, wieviel Äste der betreffende Baum insgesamt hatte, um so eine Abschätzung der mittleren Fruchtproduktion durch Extrapolation auf die Gesamtheit des Baumes unter Berücksichtigung einer prozentualen Fehlerquote zu ermöglichen.

5. Wir zählten die Früchte auf den zuvor ausgewählten Ästen aus und verglichen die Produktion mit und ohne Bienen. Ausserdem notierten wir täglich Felddaten hinsichtlich des Wettergeschehens und des Verhaltens der Bienen.
Diese Untersuchung wird im April, Mai und Juni 2004 durchgefürt werden und sich auf die Fruchtproduktion an Kirschen konzentrieren, da dies die einzigen Früchte sind, die in diesem Zeitraum reifen.

Es bleibt die Untersuchung der übrigen Arten, Eiche und Haselnuss, deren Fruchtreife im Herbst erfolgt und die ebenfalls zur Nahrung des kantabrischen Braunbären gehören.

 

   
APIS MELLÍFERA
Die Bestäubung ist ein wesentlicher Bestandteil der Ökosysteme, die sich zu einem grossen Teil auf die Symbiose zwischen beiden Arten gründet, d.h. Bestäuber und Bestäubter. Der Rückgang und/oder Ausfall des Einen oder Anderen hat Auswirkungen auf das Überleben von Beiden.

Es gibt mehr als 25.000 verschiedene Bienenarten mit enormen Unterschieden hinsichtlich der Grösse und der Pflanzen, die sie bestäuben. Die Bienen stellen die wichtigste Gruppe unter den Bestäubern dar.
Für die Untersuchung der Bestäubung von Kirschbäumen sind auf den ausgewählten Parzellen eine Reihe von Bienenstöcken mit Bienenvölkern der Art Apis mellifera aufgestellt.
Diese Art gehört zur Ordnung der Hautflügler, sie leben in Familien mit bis zu 50.000 Individuen mit einer klaren Hierarchie:
Königin: Ein voll entwickeltes Weibchen, Mutter der gesamten Kolonie und ausserdem spezialisiert auf die Eiablage.
Arbeiterinnen: Unvollständig entwickelte Weibchen, sie verrichten sämtliche Arbeiten, vom Füttern der Larven bis hin zur Reinigung der Bienenstöcke.
Drohnen: Männchen für die Befruchtung der Königin, sie schlüpfen im Frühjahr und sterben im Winter.
Die Suche nach Pollen oder Nektar beginnt, wenn die jungen Sammlerinnen sich zum ersten Mal vom Bienenstock entfernen, wobei sie zunächst dem Nektargeruch folgen, der von anderen erfahreneren Bienen in den Stock gebracht wird. Sobald die Biene eine neue Pollen- oder Nektarquelle ausfindig gemacht hat, informiert sie ihre Gefährtinnen mit einem eigentümlichen Tanz in Kreisform, wenn sich der Fundort in weniger als 100 Metern befindet, oder in Form einer 8 wenn er weiter entfernt ist.

Die jungen Sammlerinnen bilden bei ihrer Suche nach geeigneten Sammelstellen eine mobile Population, die von Blüte zu Blüte fliegt und unfreiwillig den Pollen für die Fremdbefruchtung transportiert. Es ist bekannt, dass die Bienen die Sonne als Kompass nutzen, die ihnen die Tageszeit anzeigt, dies ist möglich, weil die Bienen polarisiertes Licht sehen können und ausserdem auf ultraviolettes Licht reagieren, so dass sie sich selbst an bewölkten Tagen orientieren können. Sie entscheidet sich dann für eine Sammelstelle, wenn es ihr gelingt, ihren Nektarmagen in weniger als einer halben Stunde mit 40 mg Nektar zu füllen, dann wird sie wieder und wieder an den gleichen Ast oder Baum zurückkehren, sofern ihr die Eigenschaften der Pflanzenart dies erlauben.

So bildet die Gesamtheit der Sammlerinnen eine standorttreue Population in der Gegend, die sie gewählt hat, und sehr ineffektiv für die Fremdbefruchtung ist, je kleiner dieser Sektor ist. Daher muss dies bei dem Aufstellen von Bienenstöcken berücksichtigt werden und ein guter Standort hinsichtlich verschiedener Pflanzenarten und Blühtermine ausgewählt werden.

Um an den Ort zu gelangen, den die Sammlerinnen ausgewählt haben, folgen die Bienen Luftkorridoren von 2 bis 4 Meter Breite und 5 bis 10 Metern Höhe, hier können sie aggressives Verhalten zeigen; ausserdem ist bekannt, dass die Sammlerinnen grosse Entfernungen bis zu 3 Km zurücklegen können, allerdings beschränken sie sich nach Möglichkeit auf weniger als 1 Km, wodurch sie Kräfte sparen.

Bei ihren Flügen überqueren die Bienen weder grosse Bergmassive noch grosse Wasserflächen. Die durchschnittliche Fluggeschwindigkeit einer Sammlerin liegt bei 20 Km/h.
Während ihrer Sammeltätigkeit auf einer Blüte sondert die Arbeiterin abweisende Substanzen ab, die den übrigen Gefährtinnen anzeigt, dass diese Blüte bereits abgeernet worden ist.

Die Bienen gewährleisten die Befruchtung von 50-60% der Pflanzenarten und sind unerlässlich für nicht selbstbestäubbare Arten, die sich nicht selbst befruchten können, weil ihr Pollen und ihr Stempel einander nicht erkennen (Lit. : Apicultura conocimiento de la abeja, manejo de la colmena, von Pierre Jeor-Prost, ed. Mundi-prensa.)
Dies trifft für die Kirsche, Prunus avium zu und ihre domestizierten Rassen wie Prunus mahaleb, die unbedingt auf einen Bestäuber angewiesen sind, der ihren Pollen auf andere Bäume überträgt, um die Befruchtung zu gewährleisten, hier zeigt sich die Bedeutung sowohl der Wild- als auch der Hausbienen, die an den Haaren ihres Hinterleibes den Pollen von einer Blüte auf die nächste bringen. Seit einigen Jahren leidet Spanien unter der Einschleppung der Varroasis aus anderen Ländern, einer durch den Ektoparasiten Varroa jacobsoni verursachten Krankheit, einer Milbe, die von der Hämolymphe von Apis mellifera lebt.

Die Weibchen von Varroa jacobsoni legen ihre Eier in den Brutwaben der Bienen ab und je nach Grad des Befalls stirbt die Bienenlarve oder schlüpft mit schweren Missbildungen, wodurch ein Bienenvolk in ein bis zwei Jahren absterben kann.
Die Art Apis mellifera ist gegen diese Milbe nicht resistent, daher sind zahlreiche Wildvölker zugrundegegangen und in der traditionellen Imkerei hat es grosse Verluste an Hausbienenvölkern gegeben, ganz abgesehen von den logischen Folgen auf die Bestäubung von Pflanzenarten.

EIGENSCHAFTEN DER AUSGEWÄHLTEN ARTEN
 
Prunus avium
Familie: Rosaceae
Üblicher Name: Wildkirsche
Ursprung: Bodenständige Art in fast ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika.
Etymologie: Prunus, lat. Name der Wildpflaume. Avium, lat. der Vögel, beschreibt den Verzehr seiner Früchte durch die Vögel.
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Beschreibung: Sommergrüner Baum, bis zu 25 m hoch, mit glatter, geringelter und rotbrauner Rinde, die sich in breiten Querbändern ablöst. Einfache, eiförmig-längliche, zugespitzte Blätter, 7,5-12,5 cm lang und 3,5-5 cm breit, am Ende von Kurztrieben. Rand unregelmässig gesägt. Oberseite kahl, Unterseite mehr oder weniger flaumhaarig. Blattstiel 4-5 cm lang, mit 2-3 rötlichen Drüsen im Bereich des Randes. Beim Blattfall färben sie sich sehr schön rötlich-orangefarben. Weisse Blüten mit einem Durchmesser von 2-3 cm, die vor oder zugleich mit den Blättern erscheinen. Sie erscheinen in kleinen doldenförmigen, achselständigen Bündeln von 2-6 cm Länge mit langen Blütenstielen. Früchte rundlich, fleischig, an der Spitze eingedellt, Durchmesser 1 cm oder etwas grösser bei Kulturarten. Schwarzrot, ohne Wachsschicht. Blütezeit im Frühjahr, ab Ende März. Die Früchte reifen ab Mai bis Juli. Einzelstandorte, in sommergrünen Wäldern und an Steilhängen.
Klimatische Aspekte:
Frosthärte: Mittel
Sensibelste Phase: Beginnende Fruchtreife
Kritische Frosttemperatur: -1,5ºC
Minimale Wachstumstemperatur: 7ºC
Optimaler Temperaturbereich für Wachstum: 18-24ºC
Maximale Wachstumstemperatur: 36ºC
Stundenbedarf-kalt: 700-1.300 Stunden
Fotoperiode: Neutral
Höhe: 400 bis 700m.
Bodenverhältnisse:
Tiefgründigkeit : 60-100 cm
Textur: Mittel-fein
Bodenfeuchte: Mittel
pH: 5,5-6,5
Anbau und Verwendung:
Sein Holz ist schwer, hart, sehr begehrt in Drechslerei, Kunst- und Möbeltischlerei, Instrumentenbau und Beschlägen. Als Obstbaum und bisweilen als Zierbaum angepflanzt. Wir schliessen Prunus mahaleb in diese Beschreibung mit ein.
 
Corylus avellana
Familia: Betulaceae
Üblicher Name: Haselnuss
Ursprung: Bodenständige Art in fast ganz Europa, bis Kleinasien und Kaukasus.
Ethymologie: Corylus, griechischer Name für Haselnusstrauch. Avellana, von avellanus, -a, -um, Avella Vecchia inder Nähe von Neapel (Italien).
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Beschreibung:
Kleiner Baum, nicht höher als 10 m, oft in Form eines 3-6 m hohen Busches. Rinde grau-braun oder rötlich-grau, glatt oder an der Basis leicht und mit den Jahren zunehmend rissig. Blätter rundlich oder breit eiförmig, mit aufgesetzter Spitze, an der Basis herzförmig. 5-10 cm lang und 4-9 cm breit. Blattrand doppelt gesägt, zuweilen etwas gelappt. Blattspreite kahl, dunkelgrün und Blattnerven an der Unterseite behaart. Blüten in früh erscheinenden Kätzchen. Die männlichen hängend, 5 cm lang, gelblich, im vorhergehenden Herbst erscheinend. Die weiblichen kleiner, eiförmig, braun, Blattknospen ähnelnd. Haselnüsse in einer Hülle von zwei grünlichen Beiblättern, die die Frucht kaum überragen. Haselnüsse mit 1,5-2 cm Durchmesser, in Gruppen von 1-5 angeordnet. Die Hasel bildet für gewöhnlich erst im Alter von acht Jahren Früchte. Blüte vom Winterende bis Frühjahrsmitte, die Früchte reifen im Herbst.
Ansprüche an Boden und Klima:
Eine Art der gemässigten Breiten, obwohl ihr Verbreitungsgebiet bedeutend ist (von Nordasien über Russland, Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien). Sie bevorzugt freie, aber nicht windige Standorte, da der Wind die Befruchtung behindert. Eine erhöhte Temperatur und eine gewisse Feuchtigkeit fördern die Fruchtbildung und die Entwicklung der Haselnüsse ausserordentlich. Die Hasel ist wenig anspruchsvoll, benötigt aber einen tiefgründigen, frischen und lockeren Boden auf Silikat- oder Kalk-Tonbasis oder Kalk-Silikat-Tonbasis und durchlässigem Untergrund. Sie gedeiht weder auf extrem sandigen noch auf tonigen Böden, wo die Staunässe ihre Entwicklung hemmen kann.
Anbau und Verwendung:
Vermehrung durch Samen. Halbschattengewächs. Das Holz ist weiss-rötlich und leicht, Verwendung zur Herstellung von Griffen, Sieben, Modellflugzeugen, Kohle für Schiesspulver, usw. Die Früchte sind sehr begehrt und nahrhaft.

Quercus pyrenaica

Familia: Fagaceae
Üblicher Name: Pyrenäeneiche

Beschreibung:
Bis zu 20 m hoher Baum. Krone unregelmässig, stark verzweigt. Rinde graubraun, sehr rissig. Blätter einfach, wechselständig, welken im Herbst an der Pflanze und fallen erst im Frühjahr bei der Bildung der neuen Blätter ab, behaart, graugrün, tief gelappt. Männliche Blüten in hängenden Kätzchen und weibliche einzeln oder in Gruppen bie zu 3. Früchte oder Eicheln mit zu einer Haube verschmolzenen und die Basis bedeckenden Beiblättern. Blüte zwischen April und Juni, die Eicheln reifen im Oktober oder November desselben Jahres. In hochgelegenen Gegenden vergesellschaftet mit Q. faginea und P. sylvestris; im Tiefland mit P. pinaster.
Aspekte des Klimas und der Bodenverhältnisse:
Höhe: Gewöhnlich ab 400 bis 1.600 m, aber auch von N.N. bis 2.100 m vorkommend. Bevorzugt lockere und sandige Böden auf Silikatbasis. Standorte: Halbschattengewächs. Niederschläge: Benötigt im Mittel mehr als 600mm/Jahr und feuchte Umgebung. Temperatur: im Januar zwischen -5 und 7ºC; im August zwischen 12 und 22ºC. Höhe: 300-1.500 m.
Anbau und Verwendung:
Zur Gewinnung von Holzkohle und Brennholz. Ihre mehr oder weniger lichten und unregelmässig strukturierten Wälder sind zum Camping geeignet. Wichtig für den Bodenschutz und den Wasserkreislauf.
  
 
VEGETATION

Auf der Parzelle A finden wir die Haselnussgebüschformationen, welche praktisch auf dem gesamten Gelände vorherrschen. Es handelt sich um silikatgebundene Pflanzengesellschaften.
Die Formationen mit Hasel als dominierender Art werden als Haselgebüschgesellschaften bezeichnet, hierzu gehören ausserdem die Eberesche, Sorbus aucuparia, Die Esche Fraxinus excelsior, die Wildkirsche Prunus avium und häufig Bäume der reifen Wälder wie beispielsweise die Pyrenäeneiche, Quercus pyrenaica.
Hierbei kann es sich sowohl um stabile, den boden-, klimatischen- oder topographischen Bedingungen entsprechende Gesellschaften handeln als auch Sukzessionsstadien der auf dem Gelände vorhandenen Vegetation. Letztere werden zumeist durch das Fällen schlagreifer Wälder wie der Buchen-, Eichen- sowie hygrophiler Eschen- und Ahornwälder hervorgerufen. Sie gehören zur Pflanzengesellschaft des Illici-Fagion.
Die Formationen der Hasel stellen Degradationssadien der meso-umbrophilen Ausbildungen eutropher Wälder dar.
Ebenfalls vorhanden sind Dornstrauchgesellschaften, bestehend aus Crataegus monogyna, Wildrosen Rosa spp., Schlehen Prunus spinosa und diversen Brombeerarten Rubus spp.
Ferner sei darauf hingewiesen, dass die Parzelle sich in einem anthropogenern Viehweidegebiet befindet.
Die Parzelle B besteht hauptsächlich aus Pflanzungen, die grössere Bereiche des Geländes bedecken und aus üppigen Monokulturen bestehen, wie sie üblicherweise auf hochwertigen und gut bearbeiteten Böden zu finden sind, deren Güte derjenigen der bodenständigen Pyrenäen- und Stieleichenwälder entspricht.
Diese Pflanzungen befinden sich auf kommunalen Mähwiesen, die in der Berg- und Gebirgsregion zum Gemeindebesitz gehören, mit tiefgründigen und selbst in der trockenen Jahreszeit noch etwas Feuchtigkeit speichernden Böden. Diese sind häufig in wenig reliefreichem Gelände, an Hügeln auf halber Hanghöhe und in Talauen. Sie zählen zur Pflanzengesellschaft des Arrhenatherion und bilden sich als Sukzessionsstadien auf den Böden der Mehrzahl der bodenständigen Wälder, sofern deren Böden nach ihrer Rodung erhalten geblieben sind.
Es handelt sich um Obstplantagen in erster Linie von Malus sp. und Pyrus sp., und ausserdem von den Hauptakteuren dieser Untersuchung, der Wildkirsche Prunus avium und der veredelten Kirsche oder Sauerkirsche Prunus mahaleb.
Daneben finden wir vereinzelte Exemplare von Esche, Fraxinus excelsior, Steineiche, Quercus ilex, Pyrenäeneiche, Quercus pyrenaica, die zudem dabei ist, sich wieder auszubreiten, wie die zahlreichen Jungpflanzen zeigen; Kastanie, Castanea sativa, Hasel, Corylus avellana, und die Feige Ficus carica.
Ausserdem bestehen hier Dornstrauchgesellschaften wie Crataegus monogyna, Rubus spp., Rosa spp., Prunus spinosa.
Die Parzelle C schliesslich ist im Wesentlichen eine Monokultur von Prunus avium und p. mahaleb, umgeben von Viehweiden, obwohl sich in der Nachbarschaft zahlreiche Arten in optimalem Gesundheits- und Wachstumszustand befinden wie Fraxinus excelsiur, Acer pseudoplatanus, Tilia cordata, Castanea sativa, Crataegus monogyna, Quercus ilex, Prunus spinosa, Corylus avellana, Rubus ulmifolius, Rhammus alaternus, Castanea sativa.

 

Tabelle 1

PARZELLE DATUM ART BAUM NR STAMMDURCHMESSER HÖHE KRONENUMFANG VEGETATIONSPHASE
A

04/05/2004

P. avium

1

90

11

4,5

In Blüte
A

04/05/2004

P. avium

2

100

12

5,9

In Blüte
A

04/05/2004

P. avium

3

190

9

4,5

In Blüte
C

04/05/2004

P. mahaleb

1

30

6

3,5

In Blüte
C

04/05/2004

P. mahaleb

2

18

3

6,4

In Blüte
C

05/05/2004

Q. pyrenaica

3

250

13

10

Mit Blättern
C

05/05/2004

C avellana

4

strauchförmig

3

4,5

Mit Blättern
B

21/04/2004

P. mahaleb

8

18

4,5

2

In Blüte
B

21/04/2004

P. mahaleb

4

19

2,5

2,47

In Blüte
B

21/04/2004

P. mahaleb

2

30

5,5

3,15

In Blüte
B

21/04/2004

P. mahaleb

3

31

4,5

1,9

In Blüte
B

21/04/2004

P. mahaleb

1

34

6

3,6

In Blüte
B

21/04/2004

P. mahaleb

7

43

5,5

1,5

In Blüte
B

21/04/2004

P. avium

5

32

2

4,05

In Blüte
B

21/04/2004

P. avium

6

60

11,5

5,85

In Blüte
B

21/04/2004

C avellana

9

strauchförmig

5,5

3,75

Mit Blättern
B

21/04/2004

Q. pyrenaica

10

250

14

10

Knospenstadium

In cm

In metern

In metern

Tabla 2

BAUM NR

PARZELLE

BLÜTENZAHL/ REPRÄSENT.ZWEIG

ANZAHL DER ZWEIGE

PRODUZIERTE FRÜCHTE BEMERKUNGEN

1

C

707

10

228

Ast des Baumes gegabelt

2

C

680

5

 

schlechtester Zustand

5

B

370

12

SIN FRUTO

 

1

B

260

11

 

Ast des Baumes gegabelt

1

A

1326

20

1312

 

2

A

600

44

   

 

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Das Ergebnis der Felduntersuchung während dieser Monate zum Einfluss der Bienen auf die Befruchtung bestimmter Baumarten - in unserem Fall hat sich die Arbeit infolge der Jahreszeit unserer Tätigkeit auf die Kirsche, Prunus avium konzentriert - ermöglicht es uns, einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Fruchtproduktion und der Aktivität der benachbarten Bienen nachzuweisen, die in signifikanter Weise die Bestäubung fördert und damit die Fruchtproduktion erhöht.

Einige Faktoren haben Daten der Untersuchung beeinflusst, daher halten wir es für wichtig, sie zu erwähnen; während dieses Frühjahres war das Klima nicht sehr günstig, späte Schneefälle, Hagel, extreme Temperaturwechsel..., all das wirkt sich sowohl auf die Bäume als auch auf die Tätigkeit der Bienen aus und kann den einen oder anderen Messwert beeinflussen, dennoch sind die Ergebnisse an sich ziemlich eindeutig.

Ebensowenig dürfen wir ausser acht lassen, dass manche Arten nicht in jedem Jahr fruchttragend sind, und das ist nur durch mehrjährigen Vergleich erfassbar.

Die erhaltenen Daten zeigen, dass bei Anwesenheit eines Bestäubers unter ansonsten vergleichbaren Bedingungen hinsichtlich Topographie, Pflanzenarten, Höhe.... ein Kirschbaum seine Produktion um 31,36% erhöhen kann (Berechnungen aus Tabelle 2, Seite 20).

Ein wichtiger Zusammenhang besteht zwischen der Bestäubung einerseits und der Qualität der Lebensräume sowie dem Überleben mancher Arten andererseits, in unserem Falle des Kantabrischen Braunbären, dessen Nahrung zu einem bedeutenden Teil von bestimmten Bäumen geliefert wird.

Angesichts anderer Faktoren, die den idealen Lebensraum des Kantabrischen Braunbären verändern und zerstückeln, wie der Bau von Waldwegen, Lärm und der Folgen von Wilderei, Verwendung von Gift zum Töten anderer Tierarten...erscheint es uns wichtig, andere Aspekte zu fördern, die besagter Tierart das Überleben in den schon allein durch die menschliche Tätigkeit veränderten Ökosystemen ermöglichen, und eine Möglichkeit könnte in der Nutzung dieser ausgezeichneten Bestäuberinnen bestehen, wie es die Bienen sind und deren Rolle in der Natur wir als unverzichtbar betrachten können, um die Ernährung der Bären zu fördern, insbesondere wenn wir bedenken, dass diese nach dem Verlassen der Winterhöhlen besonders geschwächt sind.

Daher glauben wir, dass es sinnvoll wäre, die Wildbienen zu fördern und zu überwachen und dass Bienenstöcke von Seiten der Bewohner in der Nachbarschaft des Lebensraumes vom Kantabrischen Bären aufgestellt würden.

 

UNTERSTÜTZUNGEN

Unseren Dank an die Guardería Rural und insbesondere an den Aufseher der Zone, für die Suche und die Markierung der Parzellen auf der Karte auf der Basis des GPS-Systems, sowie für seine Bereitschaft zum Lösen aller möglicher Fragen von unserer Seite.

Unseren Dank an das Telecentro von Santo Adriano für seine grosse Hilfe bei der Suche nach Daten und ganz besonders an Elena Fernández, die uns alle erforderlichen Medien zur Veröffentlichung des Projektes zur Verfügung stellte.

Forschungsprojekt durchgeführt von: Nelisa Isasbel Caporale Millán und Eduardo Abbad Ferrer. Aktualisiert bis zu folgendem Datum: 14.06.2004.

    

LITERATUR

Titel: : Apicultura conocimiento de la abeja, manejo de la colmena
Autor: Piere Jeor - Prost
Verlag: Mundi - Prensa, 1981



Titel: El oso cantábrico, el animal y su mito
Autor: Fundación Oso Pardo
Verlag: JM. Reyero, 1998  

Titel: Geología de Asturias
Verlag: Trea S.L 1995

Benutzte Webseiten:
www.fapas.es
www.princast.es
www.inm.es
http://www.iespana.es/natureduca/activ_abejas.htm

 

 

www.fapas.es/de/