FAPAS aktuell

  16.06.2010

     

      
   

Der Bartgeier ist zurück in den Picos de Europa

(Übersetzung: Sabine Knapp)

   

Dieser Dienstag ist ein historischer Tag für den Naturschutz in ganz Spanien. Nach fast 30 Jahren gibt es wieder Bartgeier im Nationalpark Picos de Europa. Sie stammen aus den Pyrenäen und sind sozusagen der Auftakt für die Wiedereinführung des Greifvogels im Norden Spaniens.

   


Vor 30 Jahren verschwand der Bartgeier aus dieser Landschaft, die heute ein Teil des Nationalparks Picos de Europa sind.

Mehrere Organisationen mussten für dieses Projekt eng zusammenarbeiten. Insbesondere dem unermüdlichen Einsatz der „Stiftung zur Erhaltung des Bartgeiers“ (Fundación para la Conservación del Quebrantahuesos) ist es zu verdanken, dass der Geier, der auf Spanisch eindrucksvoll „Der die Knochen bricht“ heißt, wieder nach Nordspanien gekommen ist. Die engagierten Mitglieder der Stiftung schafften es, alle Vorgaben des Umweltministeriums, der Nationalparkverwaltung und der Verwaltungen von Asturien und Aragon zu erfüllen. So konnten nun die ersten beiden Tiere von den Pyrenäen nach Asturien überstellt werden. Die Jungvögel waren in Gefangenschaft ausgebrütet worden, und wenn alles gut geht, werden sie in einigen Wochen ihre Kreise über den Bergen des Nationalparks Picos de Europa ziehen.

   


Gestern Abend sind die jungen Bartgeier in Asturien eingetroffen. Sie verbrachten die Reise von den Pyrenäen bis in den Nationalpark in speziellen Transportboxen.

   


Das letzte Stück ihrer Reise mussten die Jungvögel getragen werden. Ein schmaler Steinpfad führt zur einem großen Freigehege, das in etwa 1.000 Metern Höhe liegt.

   
Das Freigehege liegt auf einem Felsvorsprung, von dem aus man einen guten Überblick über die Landschaft der Picos de Europa hat. Die jungen Bartgeiermüssen ihre neue Heimat erst noch kennen lernen. Von der Voliere aus können sie sich gut mit dem Gelände vertraut machen und beobachten, wie sich andere Geier ihre Beute beschaffen.

Es sieht so einfach aus, wenn der Vogel ins Gehege gesetzt wird. Aber dahinter stecken viel Mühe und eine Menge Arbeit. Über Jahre hinweg beobachtete man die Geierpopulation in den Pyrenäen. Das Sammeln der Eier aus den Nestern war ein schwieriges Unterfangen. Man musste herausfinden, wie man die Küken füttern und pflegen musste, damit sie ihre ersten Lebenswochen gut überstehen konnten. Alles sollte so sein, als wären sie in Freiheit von ihren eigenen Eltern großgezogen worden.
   
Nun sind die Jungvögel angekommen. Sie machen sich vertraut mit den für sie vorbereiteten Horsten, die mit Schafwolle ausgelegt sind. Auch hier werden sie weiterhin von den Fachleuten der „Stiftung zur Erhaltung des Bartgeiers“ (Fundación para la conservación del Quebrantahuesos) aus Aragon betreut.

Bald fliegen wieder Bartgeier über den Picos de Europa !!!

   

   

       

      

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