FAPAS -Heute

  30 März 2007

      
     
Fallen in den Bärengebieten

  
Diese Woche waren wir sehr beschäftigt, jedoch nicht mit Bäume pflanzen, sondern mit Fallen suchen. Geplant war, eines der abgelegensten Gebiete der kantabrischen Bergwelt aufzusuchen, das zur Gemeinde Ibias gehört, die an die Provinzen Asturien, León und Galizien grenzt.

Seit einem Jahr wird in diesem Gebiet nicht mehr gejagt, und wir haben den Verdacht, dass die Gegend deshalb weniger kontrolliert und somit mehr gewildert wird. So wurde vergangenen Dienstag und Mittwoch das gesamte FAPAS-Team mobilisiert, das Gelände zusammen mit der Streife von Seprona de Cangas del Narcea und Aufsehern der Sociedad Astur de Caza zu kontrollieren.

Bevor wir jedoch aufbrachen, hatte Luis, einer unserer Mitarbeiter, der zusammen mit Anida (BBVA) in der Aufforstung im Naturpark Somiedo arbeitet, bei der Überprüfung eines Geländes eine Falle entdeckt, so dass wir entschieden, zunächst dieses Gebiet zu kontrollieren. Dabei fanden wir zu unserem großen Schrecken gleich fünf Fallen, die ihren Merkmalen nach offensichtlich zur Bärenjagd ausgelegt wurden.

Wie man auf den Fotos sieht, sind die Fallen eindeutig dafür gebaut, Tiere mit großer Kraft und einem Gewicht von mehr als 200 kg festzuhalten, soviel wie ein in freier Wildbahn lebender kantabrischer Bär erreichen kann.

 


Nachdem wir die Kontrolle im Gebiet Somiedo abgeschlossen hatten, brachen wir nach Ibias auf, wo lediglich zwei Gebiete überprüft wurden, denn eine Kontrolle des gesamten Geländes würde Monate beanspruchen, da es sich um eines der weitläufigsten und sehr gebirgigen Gebiete Spaniens handelt.

Wie wir bereits befürchtet hatten, fanden wir zahlreiche Fallen, insgesamt ca. 30 Stück, die glücklicherweise eher zum Fang von Wildschweinen oder Rehböcken geeignet sind. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass diese Fallen, auch wenn sie kleiner sind und mit dünneren Drähten konstruiert werden, auch für die Jungbären eine große Gefahr darstellen, da sie sich nur sehr schwer daraus befreien könnten.

  
Wieder einmal stellen wir fest, dass Wilderei und Tierfallen ein großes Problem darstellen, welches nur mit entsprechendem Arbeitsaufwand zu bewältigen ist. Wir können nicht sagen, ob das Resultat dieser Aktion erfolgreich war oder ein Desaster, denn Fallen zu entdecken, insbesondere solche, mit denen Bären gefangen werden können, ist eine sehr schlechte Neuigkeit. Wir dachten, dieses Thema wäre erledigt.
Wie dem auch sei, jetzt sind wir jedenfalls alarmiert und werden uns dieses Problem sehr zu Herzen nehmen, denn es stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Erfolg unserer jahrelangen Arbeit zum Schutz der Bären dar.

  

Video teil 1  http://www.youtube.com/watch?v=Z-_W4bf-Wi4

Video teil 2 http://www.youtube.com/watch?v=2sLw6x7kzWI

Video teil 3 http://www.youtube.com/watch?v=RZwDnCY9MJM

Traducción: Susanne Franken

FAPAS - Heute

   
Mach' mit!

Colabora con FAPAS
Hilf' uns die Bären schützen

 

fapas